logonordstern.jpg (11348 Byte) September / Oktober 2000

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Von Christina Pfingsten und Christa Wagner

Im ersten Teil dieses Artikels, der in der Juli/August-Ausgabe des Nordstern erschienen ist, haben wir die Bedeutung der vier Elemente als Schlüssel zur inneren Lebensmotivation dargestellt und die Elemente Feuer und Erde genauer besprochen. Heute wollen wir mit den Elementen Luft und Wasser fortfahren.

Luft
Dem Element Luft ist die Welt der Vernunft und der Gedanken zugehörig, es bezieht sich auf die Theorien und Ideen, die hinter der physischen Erscheinung stecken, und am liebsten fragt es: „Warum"? Selbst flüchtig und immateriell, ist es in der Lage, losgelöst und objektiv zu betrachten und zu analysieren, was immer ihm „in die Quere kommt". Eine faszinierende Idee begeistert mehr als die schnöde Realität, eine gute Geschichte ist wichtiger als das Brot. Die Feuerzeichen versuchen, die Welt durch ihren Willen zu beeinflussen, die Luftzeichen durch ihre Ideen.

Sie können und müssen reale Erfahrungen reflektieren, so gewinnen sie einen distanzierten Standpunkt, der sie davor bewahrt, sich in Probleme und Nöte (anderer) verstricken zu lassen. Ihre Objektivität läßt sie leicht als kühl und unbeteiligt erscheinen, ein Zug mit dem insbesondere Wasserzeichen ihre Probleme haben. Aber gerade diese Objektivität versetzt sie in die Lage, mit den unterschiedlichsten Menschen und Situationen elegant und diplomatisch umzugehen, geschickt zu vermitteln und Verständigung zu ermöglichen, wo sonst offener Streit zu erwarten wäre. Allerdings müssen sie darauf achten, nicht in einen Elfenbeinturm zu flüchten, wo Gefühle und Realität ihnen gar nichts mehr anhaben können. Wie den Feuerzeichen ist auch den Luftbetonten die Zähigkeit und Widerständigkeit der Materie oft zuwider, wie leicht entsteht die Idee des idealen Hauses, wie mühsam ist es, Stein für Stein zu erbauen. „Es fehlt ihnen oft an tiefem Gefühl und an Anerkennung der Begrenzungen der Möglichkeiten durch den physischen Körper. Sie neigen dazu, intellektueller Kompetenz einen zu hohen Wert beizumessen und wollen oft nicht wahrhaben, daß Ideen sich erst bewähren müssen, bevor man ihnen großen Wert zugestehen kann." (Arroyo, S. 113)

Wasser
Dem Element Wasser ist die Welt der Gefühle, der Empfindungen und des Instinkts zugehörig. Die Wasserzeichen sind mit allem, was sich nicht rational erklären läßt, innig vertraut. Von Geburt an spüren sie, daß unsichtbare Faktoren eine größere Rolle in ihrem Leben spielen, als das bei anderen der Fall ist. Gefühle und Beziehungen sind ihr Lebenselixier. „ Die Wasserzeichen sind in Kontakt mit ihren Gefühlen und offen für Nuancen und Feinheiten, die viele nicht einmal wahrnehmen." (a.a.O.) Sie haben die Gabe, zu fühlen, was ein anderer fühlt. Dieses Einfühlungsvermögen und Verständnis öffnet ihnen die Herzen der Menschen und sie erfahren häufiger als andere selbst intimste Geheimnisse. Aber da Gefühle immer auch unbewußte Anteile haben, bleiben den Wasserzeichen ihre wirklichen Motivationen oft unklar. Sie laufen Gefahr, manipuliert zu werden, sich aufzuopfern bis zur Selbstverleugnung. Und das, weil sie zu allumfassender Hingabe und Liebe zur ganzen Schöpfung fähig und berufen sind. Aber erst, wenn sie sich in voller Bewußtheit mit den tieferen Dimensionen des Lebens in Einklang bringen, können sie mit ihrer Entgrenztheit und Durchlässigkeit anderen wirklich helfen. Wenn die Wasserbetonten sich ihrer Gefühle nicht voll bewußt sind, wirken sie oft getrieben von Wünschen und Gefühlen, die möglicherweise nicht mal ihre eigenen sind.

Wasser hat keine feste Form, daher schätzen sie es, wenn ihnen ein anderer Form und Struktur verleiht. In einer eindeutigen, klaren und geschützten Lebenssituation fühlen sie sich am glücklichsten und können ihre Qualitäten am besten entfalten. Sie sind insgesamt zurückhaltend damit, sich der Welt zu zeigen und kund zu tun. Alles Gefühlte ist so intim und subjektiv, es ist nur für die Person real, die die Empfindung hat. Aus diesem Grunde fällt es den Wasserzeichen trotz ihrer großen Empfindsamkeit so schwer, ihre Gefühle mitzuteilen und über sich zu sprechen.

Ungleichgewicht der Elemente
Die Elemente, die durch Planetenbesetzungen oder den Aszendenten deutlich betont sind, zeigen an, mit welchen Energien man im selbstverständlichen und natürlichen Kontakt steht – unbetonte Elemente weisen uns darauf hin, welche Energien wir zielgerichtet und bewußt kultivieren sollten, um zu einer harmonischen Ausgewogenheit zu finden. Hinter jedem gravierenden Ungleichgewicht der Elemente verbirgt sich ein bewußt oder unbewußt erlebtes Grundproblem, das oft das ganze Leben durchzieht. Um diesen Themenbereich soll es im nächsten Teil unserer kleinen Serie im November/Dezember-Heft gehen.

Literatur: Stephen Arroyo: Astrologie, Psychologie und die vier Elemente, München 1988
Liz Greene: Sag mir dein Sternzeichen, und ich sage dir wie du liebst, München 1997

Christina Pfingsten, Christa Wagner, 04632-8587


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