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März / April 2001 |
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Aller Anfang ist
schwer - Die Clustermedizin Teil I Das ist ein typischer Anfang in der clustermedizinischen Praxis: Da sitzt ein chronisch kranker Patient, der schon eine diagnostische und therapeutische Odyssee hinter sich hat. Er hat Vieles probiert, einiges hat geholfen, aber ein grundlegender, durchschlagender Erfolg ist ausgeblieben. Auch die Krankengeschichte ist typisch, sie könnte etwa so abgelaufen sein: als Kind alle Impfungen mitgemacht, dann häufige Mittelohrentzündungen oder Mandelentzündungen, sogar mehrfache Scharlachinfektionen, immer wieder mit Antibiotika behandelt. Vielleicht auffallende Unruhe und Zappeligkeit in der Schule. Später eine Allergie, Heuschnupfen zum Beispiel. Auch die immer erträglich geblieben durch Antiallergika. Dann unter Umständen mal so etwas wie eine Lungenentzündung, auch mit Antibiotika behandelt. Irgendwann begann dann das Reizdarmsyndrom mit dem Wechsel von häufigen Durchfällen und Verstopfung. Inzwischen ist wegen der langen Leidenszeit schon eine depressive Verstimmung mit Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen oder Schwindel aufgetreten. Gibt es da überhaupt Zusammenhänge? Chronisch müde und abgeschlagen sitzt der Mensch jetzt hier und glaubt kaum noch an eine Genesung. Wo ist jetzt die Ursache für die Erkrankung, wo soll eine Behandlung ansetzen, was müßte getan werden? Wenn jedes einzelne Symptom medikamentös behandelt würde, müßten diverse Arzneimittel eingenommen werden, die mit Nebenwirkungen sowie gegenseitigen Wechselwirkungen insgesamt eher belasten als nützen. Und alle Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, scheint schlechterdings unmöglich. Oder? Tatsächlich muß eine Behandlung scheitern, die nur nach einzelnen Symptomen sucht. Da die Medizin sich immer weiter zum Spezialistentum entwickelt, geht die Richtung immer mehr zur exakten Analyse, das heißt, man zerlegt den Menschen in seine Einzelteile, bis hin zum Molekül. Für jedes Einzelteil gibt es einen Fachmann, wie für das Auge oder den Enddarm. Eine erfolgreiche Therapie muß aber den ganzen Menschen im Blick behalten, das heißt zu einer Synthese gelangen, ihn quasi wieder zusammensetzen. Genau das will die Clustermedizin. Sie will die Zusammenhänge verstehen. Die Symptome gelten dabei lediglich als Signale des Körpers, nicht als eigenständige Krankheit. Der Körper meldet durch Schmerzen, daß eine Störung vorliegt. Ein Beispiel sind Magenschmerzen. Gemeldet wird, daß man leidet, aber nicht woran, warum oder gar wozu. Eine Kenntnis vom „daß" reicht aber nicht, um die Störung zu beseitigen, bestenfalls zur Beseitigung des Symptoms. Da gibt es beispielsweise Streß. Er schlägt manchen Menschen auf den Magen. Sie bekommen Magenschmerzen oder auch Geschwüre. Streß betrifft aber erstrangig den Kopf, die Reaktion darauf wird jedoch im Magen durch einen gestörten Säurehaushalt sichtbar. Das wiederum fördert die Ausbreitung eines Bakteriums namens helicobakter pylorii. Also: das saure Milieu hat also in erster Linie mit dem gestreßten Menschen zu tun und erst in der Folge mit seinem Magen. Daher haben Magentabletten nur eine lindernde Wirkung. Solange der Streß weiter besteht, wird der Mensch nicht gesunden können. Er hat weiter Streß, er bleibt weiter übersäuert, und er beherbergt Bakterien in seinem Körper, die ihrerseits Stoffwechsel betreiben und den Menschen jetzt zusätzlich mit ihren Ausscheidungen belasten. Das ist genug, um den Fortbestand der Störung zu sichern. In der Clustermedizin wird davon ausgegangen, daß Krankheiten weitgehend durch Toxine (=Gifte) gesteuert werden. Dreh- und Angelpunkt einer grundlegenden Behandlung ist die Toxinsituation in einem Organismus. Fast alle Krankheiten lassen sich als Prozesse beschreiben, die zur Ansammlung schädlicher Substanzen im Körper führen. Diese Substanzen dringen entweder von außen ein, etwa in Form von Mikroben, Keimen, Nahrungsmittelzusätzen, Umweltgiften (wie Amalgam, Palladium, Abgase ), oder sie werden direkt im Körper gebildet, als Folge der Krankheit, beispielsweise als Immunkomplex. Diese Stoffe können schlecht ausgeschieden werden, weil sie nur wenig wasserlöslich sind. Statt dessen sammeln sie sich in den Nasennebenhöhlen an oder lagern sich in Zahnwurzeln oder Gelenken ab. Von hier aus streuen die Toxine über den Blutkreislauf in andere Organe. Und zwar in die Organe, die sowieso eine Schwachstelle sind, die gewissermaßen das schwächste Glied der Kette darstellen. Solange sich also Toxine im Körper befinden, werden sie im Hintergrund immer als Steuermechanismus der Krankheit wirken. Wie kommt es nun, das Schwachstellen vorhanden sind, an denen die Toxine ihr schädliches Werk verrichten können? Da wäre als erstes die Familiengeschichte zu überprüfen. Ganz wichtig ist auch die Zeit, die der werdende Mensch innerhalb seiner Mutter verbracht hat: der Schwangerschaftsverlauf, einschließlich der Geburt selbst. In diesen Phasen werden die Weichen für ein ganzes Leben gestellt. Auch das soziale Umfeld spielt eine bedeutende Rolle. Zwischenmenschliche Beziehungen führen immer wieder zu körperlichen, psychischen und seelischen Verletzungen, und die sind eine ergiebige Quelle für organische Schwachstellen. Wie oft sagen wir: „das habe ich mir zu Herzen genommen", „das ist mir schwer an die Nieren gegangen" oder so etwas in der Tonart? Diesen Organbetroffenheiten folgen dann dauerhafte Milieustörungen im Körper, und daraus resultiert die Voraussetzung für eine Vermehrung von Viren, Bakterien und Pilzen. Und dann haben wir die Kette Verletzung > Schwächung > Infektion > Vergiftung > Toxineinlagerung > chronische Störung. Was kann denn nun die Clustermedizin tun, nachdem nun einmal der chronisch erschöpfte Patient im Sprechzimmer sitzt? Sie versucht, diese Gesamtsituation zu erfassen, das heißt mittels aufwendiger Testverfahren die gesamte Stoffwechsellage mitsamt der Toxinsituation des Körpers darzustellen. Der Patient wird zunächst gebeten, sich einem Test zu unterziehen. Dabei soll das Unterbewußtsein angezapft werden. Dort sind alle vergangenen Ereignisse in Form von Erinnerungsbildern abgespeichert. Um an diese Quelle zu kommen, werden dem Patienten provokative Sätze gesagt, die gewisse Vorstellungen in ihm hervorrufen. Diese gefühlsmäßige Vorstellung soll der Patient mit geometrischen Formen verbinden, die ihm vorgelegt werden. Da die Emotionen aber aus dem Unterbewußtsein kommen und es keine logischen Beziehungen zwischen den Formen und den Aussagen gibt, ist die Befragung verstandesmäßig nicht beeinflußbar. Der Patient offenbart in diesem Vortest sein unterbewußtes Wissen um sein krankmachendes Profil. Das funktioniert besonders gut bei Kindern, die ja noch einen besseren Zugang zu ihren Bilderwelten haben als mancher Erwachsene. Diesen Vortest kann man sonst auch durch eine Speichelanalyse ersetzen. Das Ergebnis dieses Tests gibt dann Aufschluß über die Hintergründe einer Erkrankung und verrät, auf welcher körperlichen oder geistigen Ebene man genauer nach den Krankheitsursachen suchen soll. Aufgrund dieses Ergebnisses werden dann die in Frage kommenden Körpersubstanzen zum Clusterlabor geschickt. Dort werden sie durch aufwendiges Destillations- und Kristallisationsverfahren untersucht. Der Vortest ermittelt quasi, auf welchem Weg man den direktesten Zugang zum Kern der Krankheit findet. Die gesamte Clusterauswertung liefert dann keine herkömmliche, klinische Diagnose. Sie ergibt vielmehr eine umfassende Mitteilung des Patienten über sich selbst. Sie macht Aussagen über den Menschen als Ganzes, mit seinen Zusammenhängen, Vernetzungen und Einflußfaktoren. Der Patient drückt in dieser Form der Auswertung über sein Kristallisat aber nicht nur aus, was ihm wehtut, sondern auch, was ihm zur Gesundung fehlt und was er für seinen Stoffwechsel braucht. Dabei geht es vor allem um Informationen zur Selbstkorrektur. Die Mittel der Clustermedizin dienen nicht dazu, Symptome abzustellen und zu beseitigen, sondern wollen vor allem die Voraussetzungen schaffen, daß der Patient sich selber korrigiert. Aufgrund einer Clusteranalyse werden individuelle, ganz auf den Patienten abgestimmte Arzneimittel zusammengestellt, die förmlich auf die erfaßte Stoffwechsellage „maßgeschneidert" sind. Der Patient erhält also als ganz eigenes Heilmittel die Informationen in zusammengefaßter Form, die ihn krankmachen. Das Immunsystem kann mit Hilfe dieser Informationen einem Rückkoppelungsprozeß beginnen und eine Selbstheilung in die Wege leiten. Man könnte ein Clustermittel mit einem Spiegel vergleichen: dem Immunsystem werden seine eigenen Schwächen und Defizite deutlich vorgeführt, damit es diese Problembereiche lösen kann. Der Patient erhält also den Anstoß von Außen, im Inneren selbständig die Korrektur seiner Störungen vorzunehmen, sofern keine irreparablen Veränderungen vorliegen. Der Patient sollte die Bereitschaft haben, diese Anstöße anzunehmen. Sie wirken nämlich anregend, nicht nur im körperlichen, sondern auch im seelischen Bereich. Änderungen zeigen sich auch durch verändertes Denken und Fühlen, was natürlich dann auch umgesetzt werden müßte. Damit wir erfahren, wie wir unseren müden, abgeschlagenen Patienten seiner Genesung entgegen gehen lassen können, bräuchten wir jetzt noch viel mehr Raum und Zeit. Eva Lackner, Heilpraktikerin, Telefon 0 43 21/52 29 30. |
Die
Clustermedizin |
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2001 Kwiatkowski Verlag |
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