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Astrologie - Das Kind und seine Bezugspersonen
Von Christina Pfingsten und Christa Wagner



Über die große Resonanz, die unsere beiden vorherigen Artikel zum Thema Kinderhoroskope ausgelöst haben, haben wir uns sehr gefreut. Neben Eltern, die ein tieferes Verständnis der Beziehung zu ihren noch kleinen oder auch schon großen Kindern suchen, waren es auch Erwachsene, die sich auf diese Art mit dem Kind, das sie einmal waren und das noch immer im Inneren wohnt, auseinandersetzen möchten.

Heute werden wir unsere kleine Artikelreihe abschließen mit der Frage, wie man sich astrologisch den Bezugpersonen und dem Umfeld des Kindes nähert. Grundsätzlich gibt es hier zwei Wege:
Erstens indem man im Horoskop des Kindes die Hausposition und die Aspekte von Mond und Sonne miteinander und zu anderen Planeten analysiert. Obgleich die traditionellen Zuordnungen von Mond = Mutter und Sonne = Vater angesichts der sich ändernden Geschlechterrollen sicher mit Einschränkungen und großer Vorsicht anzuwenden sind, erhalten wir hieraus wertvolle Aussagen darüber, wie das Kind seine Eltern wahrnimmt, was es von ihnen verlangt, womit es sie konfrontiert oder provoziert.

Stehen etwa Mond und Sonne in Spannung zueinander, erlebt das Kind die Eltern leicht als unvereinbare Gegensätze und interpretiert jeden Konflikt und jede Differenz im Alltagshandeln in dieser Richtung (er will ja immer an die See und sie nur in die Berge – so ist es mit allem!).

Nicht, dass es die Konflikte zwischen den Eltern nicht gäbe, aber in seiner auf Unstimmigkeiten spezialisierten Wahrnehmung, blendet das Kind die Tatsache, dass die Eltern sich auf den Kauf einer Couch, den Wohnort, die Erziehung des kleinen Bruders haben einigen können schlicht aus. Je mehr die Eltern offen zu ihren Spannungen stehen und dem Kind dynamische und kreative Lösungen vorleben, desto besser wird es diesem später gelingen die Widersprüche zwischen Gefühl und Wille (die diesem Aspekt auf einer inneren Ebene entsprechen) nicht als Blockade sondern als Antrieb für die eigene Entwicklung zu sehen und zu nutzen.

Genauso wichtige Hinweise liefern die freundlichen oder weniger freundlichen Aspekte aller anderen Planeten. So können Aspekte von Sonne/Mond zu Venus oder Mars anzeigen, wie das Kind sich mit Vater oder Mutter fühlt. Ist das eher harmonisch beschützend oder stressig herausfordernd? Die Aspekte von Jupiter und Saturn zu den persönlichen Planeten liefern differenzierte Aussagen darüber, wo und in welcher Weise sich das Kind gefördert oder gehemmt fühlen mag.

Der zweite astrologische Zugang zum Umfeld des Kindes ist der Vergleich des Kinderhoroskops mit denen seiner Eltern oder anderer Bezugspersonen. Horoskopvergleiche bringen die gegenseitigen Einflüsse ans Licht. Sie decken aufreibende Konstellationen und schöne Harmonien auf, die das Kind mit einer bestimmten Person hat, zeigt wie und in welchen Bereichen es sich mit ihr versteht und wo Konfliktpotenziale lauern. Harmonieren etwa die Mondstellung von Mutter und Kind miteinander, so sind sie bald ein eingespieltes Team – die Mutter nährt und sorgt ganz automatisch so wie es das Kind mag und braucht. Schwieriger wird es wenn die Mutter etwa den Mond in einem temperamentvollen Feuerzeichen hat, das Kind jedoch mit einem bedächtigen Erdmond zur Welt gekommen ist. Dann wird sich das Kind oft frustriert und gestresst fühlen und die Mutter stets ungeduldig darauf warten dass das Kind endlich fertig wird … mit dem Trinken, Frühstücken, dem Steinchensammeln.

Außerdem offenbart ein Horoskopvergleich, wie das Temperament des Kindes, aus astrologischer Sicht, zu dem einer anderen Person oder einer Gruppe von Menschen passt. Ist das Kind in »seinem Element«? Oder hat es sich etwa als gefühlvolles Wasserkind in eine fleißige Erd-Feuer-Familie »verirrt«. Und wenn ja, wie lässt sich das alles zum Besten wenden? Können die Eltern einfühlsam dafür sorgen, dass es seinem Naturell entsprechende Erfahrungen machen kann?

Je ähnlicher insgesamt die Elementeverteilungen in den Horoskopen der Familienmitglieder sind, desto unproblematischer verstehen sie sich untereinander.

Synastrieaspekte beschreiben den Energiefluss der Planetenprinzipien zwischen zwei Menschen, in diesem Fall zwischen Mutter oder Vater (oder einer anderen Bezugsperson) und dem Kind. Die Aspekte von Saturn, Neptun, Uranus und Pluto eines Elternteils auf die persönlichen Planeten des Kindes sind auch hier wieder von besonderer Bedeutung. So verstärkt jeder Saturnaspekt durch seine Strenge das bestehende Ungleichgewicht zwischen Eltern und Kind, Uranus konfrontiert das Kind mit dem Unabhängigkeitsdrang des Elternteils, Neptun mit seinen hohen Idealen und Pluto mit dem Thema Macht.

Christina Pfingsten und Christa Wagner, astrologieBüro Kalleby, Tel. 04632-8587, Fax 8586, eMail: Kalleby10@t-online.de

     
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