Ausgabe
November / Dezember 2004 |
||
|
Der NordStern Online-Ausgabe |
Aktueller Artikel | Artikelübersicht |
|
|
Aspekte
Im letzten Heft hatten wir unsere Reihe über die Planeten mit einem Artikel über die Sonne abgeschlossen. Die »Kunst« der Astrologie besteht nun aber nicht allein darin, die einzelnen Planeten in ihren Häusern und Zeichen zu deuten - wobei dies eine unverzichtbare Voraussetzung ist - sondern auch das Verhältnis der Planeten zueinander. Wir haben dabei immer wieder von Aspekten zwischen den Planeten gesprochen und wollen dieses Mal genauer beleuchten, was es damit auf sich hat. Einen guten Einstieg hierzu bietet die Analyse der Gegensatzpaare: Sonne und Mond (Ich), Mars und Venus (Kontakt und Beziehungen), Jupiter und Saturn (Gesellschaft) im jeweils vorliegenden Horoskop.
Ganz generell kann man sagen, Aspekte geben Auskunft über die Beziehung von Planeten, die im Horoskop in einem speziellen Winkel zu einander stehen. Diese als Aspekt bezeichneten Winkel ergeben sich aus der Teilung der 360° eines vollständigen Kreises durch eine ganze Zahl (Johannes Kepler). Die wichtigsten Hauptaspekte sind:
Nur in den wenigsten Horoskopen sind die Aspekte zwischen Planeten exakt, doch auch Abweichungen bis zu 5° werden in der Regel noch als Aspekt gedeutet. Je genauer ein Aspekt ist, desto wirksamer ist er auch. Die Konjunktion Eine Konjunktion lässt die betroffenen Planetenkräfte miteinander verschmelzen, sie ziehen gewissermaßen an einem Strang. Dane Rudhyar bezeichnet eine Konjunktion als sprudelnde Quelle aus der die Urkraft in unser Leben fließt - wenn wir es ihr erlauben. (Rudhyar, S. 56) Die Kräfte der beiden Planeten wirken hier gemeinsam - das ist immer energiereich aber nicht immer harmonisch, je nach dem welche Planeten beteiligt sind. Im Falle von Sonne und Mond fügen sich das Wollen und das Fühlen zu einem starken Identitätsgefühl zusammen. »Neumondmenschen« sind meist selbstständig und akzeptieren sich wie sie sind. Sie sind sich ihrer Bedürfnisse bewusst und können alles was sie brauchen aus sich selbst schöpfen. Sonne und Mond stehen auch für Vater und Mutter und so erscheinen diese den Horoskopeignern häufig als verschmolzene Einheit. Oft entwickeln auch sie selbst keine typisch männliche oder weibliche Rollenidentität. Die Opposition Bei der Opposition stehen sich wie gesagt die Planeten genau gegenüber, sie bringt immer ein großes Maß an Spannung und Polarität. Die Pole können nur abwechselnd ausgelebt werden, die Gegensätze werden als unvereinbar erlebt. Für unser Beispiel von Sonne und Mond bedeutet dies, dass sich bewusstes Wollen und unbewusstes Empfinden und Fühlen gegenseitig im Weg stehen - man will nicht das, wobei man sich wohl fühlt und fühlt sich nicht wohl bei dem, was man will. Stärker als bei allen anderen Aspekten ist man bei der Opposition geneigt, eine der beiden Planetenkräfte auf andere Personen zu projizieren. Das Trigon Das Trigon wird als angenehmer und spannungsarmer Aspekt gesehen. Die beteiligten Planeten arbeiten sozusagen Hand in Hand und wirken harmonisch und förderlich aufeinander ein. Es scheint bei dieser Konstellation so, als fielen einem die Früchte nur so in den Schoß. Die fehlende Spannung kann allerdings auch zu einer gewissen Bequemlichkeit führen. Das Trigon zwischen Sonne und Mond bringt meist eine emotionale Ausgeglichenheit mit sich, die den Umgang mit anderen Menschen leicht macht. Die Eltern werden als harmonisches Paar erlebt und daraus entsteht der Wunsch, selbst eine Familie zu haben, in eine Familie eingebunden zu sein. Wollen und Empfinden verbinden sich und bringen oft große Begabungen und Kreativität hervor. Das Quadrat Das Quadrat gehört wie die Opposition zu den Spannungsaspekten. Hier läuft das Leben nicht »glatt«, die Planetenkräfte kooperieren nicht, sondern fordern sich gegenseitig heraus oder behindern sich sogar. Ein Mensch, der ein oder gar mehrere Quadrate im Horoskop hat, wird sich in seinem Leben mit großen Krisen konfrontiert sehen, die ihn zwingen richtungsweisende Entscheidungen zu treffen und mit Mut sich bietende Chancen zu ergreifen. Diese Herausforderungen entfachen aber auch die notwendigen Kräfte und Energien um sie zu meistern. Hier fallen sozusagen keine Früchte in den Schoß, sondern es werden mit großer Anstrengung und Ausdauer Diamanten geschliffen. Menschen mit einem Quadrat von Sonne und Mond in ihrem Horoskop erleben enormen emotionalen Stress, da ihr bewusstes Wollen und ihre instinktiven Verhaltensmuster sich gegenseitig torpedieren. Ihr spontanes Verhalten verhindert gerade die Erfüllung ihrer Wünsche - sie werden oft frustriert. Aber die Frustration lähmt sie nicht! Sie kämpfen weiter und begreifen vielleicht nie, dass »Loslassen« sie ihrem Ziel viel näher bringen würde. Das Sextil Das Sextil gehört wie das Trigon zu den harmonischen Aspekten und wird auch meist ebenso wie das Trigon gedeutet - nur eben als etwas schwächer. Auch das Sextil zeigt einen reibungslosen Energieaustausch zwischen zwei Planeten an und weist auf Fähigkeiten und Talente hin. Literatur: Rudhyar, Astrologische Aspekte, Hamburg 1980 Christina Pfingsten und Christa Wagner, astrologieBüro Kalleby, Tel. 04632-8587, Fax 8586, eMail: Kalleby10@t-online.de |
|
| Copyright © 2004 Kwiatkowski Verlag | ||