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Januar / Februar 2005 |
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Der NordStern Online-Ausgabe |
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SchöpferIn sein - Erfolgreicher im Jetzt leben
Ein persönlicher Seminarbericht
Seit dreieinhalb Jahren bin ich nun schon selbständiger Berater in einem Netzwerkvertrieb für Nahrungsergänzungen und obwohl ich vergleichsweise erfolgreich bin, komme ich doch seit langem über einen gewissen monatlichen Umsatz nicht hinaus. Irgendwelche unbewussten Blockaden musste es noch geben. Die im MLM übliche und notwendige Arbeit mit meinen Zielen hatte ich gemacht, trotzdem stieß ich immer wieder an diese magische Grenze.
Mir war klar, dass die Ursachen nicht in der von den Massenmedien verbreiteten Mangelhypnose liegt, sondern dass ich für alles selbstverantwortlich bin und dass mein Außen ein Spiegel meines Inneren ist. Also machte ich mich auf die Suche nach hilfreichen Lösungen und erfuhr von einem 7-tägigen Seminar, in dem Ziele auf sieben verschiedenen Ebenen bearbeitet werden, so dass man als Schöpfer seiner eigenen Lebensumstände erfolgreicher im Jetzt leben konnte - genau darum ging es mir. Nachdem ich mit der Seminarleiterin Heike Engel -Wollenberg telefoniert hatte und die ausführlichen schriftlichen Informationen gelesen hatte, wusste ich intuitiv, dass sich die Investition für die Seminargebühr rentieren würde - und ich wurde tatsächlich reichlich belohnt. Ich sollte zum Seminar drei beliebige Ziele mitbringen. Neben Erfolg in meiner Selbstständigkeit hatte ich ein spirituelles Ziel und eines bezüglich meiner Partnerbeziehung. Die Formulierungen der Ziele änderten sich immer wieder im Lauf des Seminars. Das spirituelle Ziel ließ ich sogar komplett fallen, da ich erkannte, dass ich, beziehungsweise mein Ego, dafür nichts tun kann, sondern eher hinderlich ist. Mein letzter spiritueller Lehrer sagte mir, dass meistens kleine Egos auf der Suche nach Erleuchtung sind, weil sie im Alltag nicht erfolgreich seien. Erfolg sei die beste Therapie. Was mir zum dauerhaften geschäftlichen Erfolg und auch in Beziehungen fehlte war die Eigenschaft verbindlich zu sein. Das wurde schließlich mein neues zweites Ziel. Meine Ziele bearbeitete ich nun in den folgenden Tagen auf der Ebene meiner Emotionen, meiner Werte, meiner Glaubenssätze, meines Lebensdrehbuchs, meines Lebensplans, meiner Identität und auf der Ebene der spirituellen Verbindung zum Kosmos. Zunächst lernten wir, wie wir Ziele sinnvoll formulieren, so dass sie eine maximale Umsetzungsenergie erzeugen. Dann konnten wir mit verschiedenen Techniken negative Emotionen auflösen. Wenn als Kleinkind ein überwältigendes negatives Gefühl zu einem Trauma geführt hat, so dass eine Vermeidungsstrategie dieses Gefühls entstanden ist, dann blockiert uns das und zieht über das Phänomen der Resonanz immer wieder ähnliche Situationen in unser Leben. Wenn wir das Ursprungsgefühl nochmals fühlen und anders bewerten, sind diese Wiederholungen nicht mehr nötig. Wir alle (das Seminar ist auf maximal fünf Teilnehmer begrenzt) entdeckten, dass wir unsere Ziele bisher deshalb nicht erreicht haben, weil der momentane Zustand uns einen Sekundärgewinn bietet, den wir erst aufgeben müssen. Das ist der Preis für die Lösung. Außerdem müssen wir den gegenwärtigen Zustand zunächst wirklich akzeptieren, bevor wir zu Lösung gehen können. Als nächstes arbeiteten wir mit Hilfe von Bodenankern, einer NLP-Technik, mit unseren fünf wichtigsten Werten (mit den Ist-Werten, nicht mit den Soll-Werten). Werte stellen eine Hauptmotivationskraft hinter all unseren Aktionen, die den Bodensatz unserer Persönlichkeit bilden, dar. Die Arbeit mit Bodenankern ist laut Heike Engel-Wollenberg eine wesentliche Ergänzung zum Mentaltraining, weil sie das körperliche Fühlen stimulieren und dadurch auch unser Zellgedächtnis erreichen. Heike machte mir bewusst, dass meine beiden höchsten Werte, Spaß und Freiheit, im Konflikt mit meinem Ziel der Verbindlichkeit stehen und damit meinen Erfolg erschweren. Erfolg sei eine Folge von richtigem Denken, Sprechen, Fühlen und Handeln. Wenn ich eine Blockade habe, etwas falsch mache, dann erfolgt auch ein Resultat, so gesehen habe jeder Erfolg, nur nicht unbedingt den gewünschten. Im kurz gehaltenen Theorieteil zu jeder Ebene lerne ich, das reines Wollen Widerstand erzeugt, erst wenn ein Glaube an die Zielerreichung, der ein hohes Maß an Gewissheit enthalte, dazukäme, stünden die Weichen auf Erfolg. Man könne immer nur das erreichen, was man glaube. Damit sind wir bei der Arbeit mit Glaubenssätzen. Da Heike auch systemisch arbeitet und Familienaufstellungen nach Hellinger leitet, macht sie mich in diesem Zusammenhang auf eine Problematik mit meinem Vater aufmerksam, die eine starke Erfolgsbremse sei: Mein Vater ist sehr diszipliniert und verbindlich, ein Arbeitstier, und hat damit natürlich einen gewissen Erfolg. Heike wittert, dass ich mich unbewusst an folgendem Satz ausrichte: »Eher sterbe ich als das ich so werde wie mein Vater«. Ich bin leicht geschockt, spüre aber sofort, dass sie damit voll ins Schwarze getroffen hat. Da in diesem Seminar keine Zeit war, dieses Thema ausführlich systemisch zu bearbeiten, klärte ich das weitestgehend in einer Familienaufstellung einige Wochen später. Am nächsten Tag war ich völlig perplex, als mir deutlich wurde, wie sehr die beiden Märchen Rumpelstilzchen und Dornröschen, letzteres, durch die Identifizierung mit dem Prinz, als mein unbewusstes Lebensdrehbuch wirkten. Das hätte ich in diesem Ausmaß niemals für möglich gehalten. Ich konnte deutlich sehen, wie die Themen Menschenbild, Persönlichkeit, Partnerwahl, die Art meiner Wohnung, Vater- und Mutterbild, Kinder, Freunde, Erfolg und Reichtum dadurch geprägt sind. Als Kind habe ich mir erst aus Rumpelstilzchen, später ergänzt durch Dornröschen ein Lebensskript »gebastelt«! Beruflicher Erfolg war in diesen Skriptrollen nicht enthalten ... Eine sehr herausfordernde, aber auch freudige Aufgabe war es nun, ein neues Skript beziehungsweise eine Skriptergänzung zu schreiben. Dabei musste ich genau nachfühlen, was ich wirklich will und wie ich es formuliere, damit mein Unterbewusstsein es auch versteht und quasi wie einen Befehl umsetzt. Dieses selbst kreierte Lebensskript kann ich glücklicherweise bei Auftauchen von neuen Zielen aktualisieren. Auf der nächsthöheren Ebene, der des Lebensplans, ging es um die Klärung, weshalb ich hier auf der Erde bin, was meine Berufung ist. Diese könne man zwar nicht ändern, aber herausfinden und überprüfen, ob meine Ziele dazu in Resonanz stehen. Schließlich wird immer klarer, dass ich auf der Ebene meiner Identität wirklich Schöpfer bin. Als Hausaufgabe haben wir jeden Abend und am nächsten Morgen die Bearbeitungs- und Umsetzungsspirale für Ziele, beziehungsweise Projekte, durchgeführt, die sich über alle beschriebenen Ebenen erstreckt. In mehreren Trancen haben wir unsere Ziele in einen Lichtspiral-Prozess überführt - bis zur Ebene des reinen Seins. Immer wieder machten wir mit wechselnden Fragestellungen Übungen alleine in der Natur - eine Art innere Kommunikation mit einem Objekt, mit dem wir eine große Resonanz spürten. Es gelang Heike jedesmal, unsere Berichte genau auf den Punkt zu bringen. Fazit: Ein sehr wirkungsvolles Seminar mit einer Leiterin, die nach zehn Jahren Selbstständigkeit in eigener Praxis für lösungsorientierter Kurztherapie sehr viel Klarheit und Souveränität zeigte und aus der Fülle von Material ihrer zahlreichen Ausbildungen ein einzigartiges Seminar konzipiert hat. Ich habe gelernt, jedes neue Projekt mit den Techniken eigenständig zu bearbeiten, so dass ich eine extrem hohe Umsetzungsenergie erzeugen kann. Das nenne ich wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe. Meine inzwischen stabilisierte Verbindlichkeit zeigt deutliche Wirkung in meinem Geschäft, brachte mehr Intimität in meine Partnerschaft und nebenbei habe ich nach zwölf Jahren auch endlich mein Psychologiestudium erfolgreich abgeschlossen. David R. Reiners Tel.: 0761-4797176, Fax: 0761-4797178 www.goh.biz/david.reiners |
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