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Entzündungen – worauf Sie bei der Ernährung achten sollten!

Von Prof. Dr. Michaela Döll

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Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Altersdemenz haben nach neueren medizinischen Erkenntnissen eine gemeinsame Schnittstelle: Eine Entzündung, die völlig unbemerkt etwa in den Blutgefäßen, den Nervenzellen oder sonstigen Körperzellen Schaden anrichten kann. Dabei kann eine solche „niedriggradige" Entzündung aus einem akuten Entzündungsgeschehen hervorgehen, aber auch der Lebensstil spielt für das Entzündungsrisiko eine Rolle.


So gibt es beispielsweise deutliche Hinweise darauf, dass ein falsches Essverhalten, Rauchen, die Einnahme von Hormonen oder auch bestehendes Übergewicht und Bewegungsmangel das Risiko für solche Entzündungen und damit für die genannten Krankheiten begünstigen kann. Der Ernährung kommt hier eine besondere Bedeutung zu, denn in bestimmten Frucht-, Gemüse- und Gewürzsorten stecken bioaktive Pflanzeninhaltsstoffe, die Entzündungen entgegen wirken können.
So sind beispielsweise Beerenfrüchte (vor allem die Acai- und die Gojibeere) empfehlenswert, denn diese Früchte enthalten entzündungshemmende Polyphenole. Bei entzündlichen Prozessen werden aber auch vermehrt freie Radikale generiert und diese stehen ebenfalls im Verdacht an Herz-, Kreislauf-, Krebs- und Nervenkrankheiten mitbeteiligt zu sein. Damit ist gerade bei Entzündungen ein erhöhter Bedarf an Radikalfängern (Antioxidantien) gegeben.
doell_obst2Polyphenole zählen zu den stärksten Antioxidantien, die weitaus effektiver freie Radikale abfangen können als beispielsweise das bekanntere Antioxidant Vitamin C. So ist der antioxidative Wert der polyphenolhaltigen Acai- und Gojibeeren um ein Vielfaches höher als jener von Zitrusfrüchten oder Äpfel.
Auch das Resveratrol, welches beispielsweise in den Schalen der Weintrauben vorkommt, oder das OPC aus den Weintraubenkernen können im Kampf gegen Entzündungen hilfreich sein. Ebenso sind Gewürzpflanzen wie etwa Ingwer und die Gelbwurz (Kurkuma) von Interesse, denn die darin enthaltenen Gingerole und Kurkumine wirken, wie Studien (z. B. bei entzündlichen Gelenkerkrankungen) gezeigt haben, ebenfalls entzündlichen Prozessen entgegen. Kurkumin und Resveratrol haben   beispielsweise bei entzündlichen Gelenkerkrankungen in der Kombination gute Erfolge gezeigt.

Grundlegend ist die kombinierte Aufnahme aller genannten Früchte und Gewürze, am besten zusammen mit verschiedenen Gemüsesorten von Vorteil, denn die Vielfalt der dort vorhandenen entzündungshemmenden bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe kann für eine wechselseitige Wirkungsverstärkung („im gemeinsamen Konzert") der Einzelstoffe sorgen.
Zusätzlich hilfreich bei Entzündungen sind auch pflanzliche Enzyme wie z. B. Bromelain (aus der Ananas) und Papain (aus der Papaya), denn Enzyme unterstützen die Selbstheilungskräfte und tragen zur Beendigung der Entzündungsreaktion bei. Sie können bei entzündlichen Prozessen zum Abschwellen und zum Rückgang von Schmerzen, etwa bei Gelenkentzündungen, beitragen.

Erfahrungsgemäß ist es schwierig, täglich die erwähnten Beerenfrüchte und Gewürzpflanzen, verschiedene Gemüsesorten und pflanzliche Enzyme zu beschaffen und zu konsumieren. Daher kann man auch auf Nahrungserghänzungsmittel ausweichen, welche Goji-, die Acaibeere, Granatapfel, Resveratrol, OPC, Ingwer und Kurkumin und pflanzliche Enzyme (Bromelain und Papain) sowie diverse Gemüsesorten beinhalten.
Besonders wertvoll ist ein solcher Aktivkomplex, wenn er aus vielen verschiedenen Obst-, Gemüsesorten und Gewürzpflanzen besteht und auf die Schutzstoffe standardisiert ist, die man täglich mit den empfohlenen 5 bis 7 Portionen Obst und Gemüse aufnehmen sollte.

portait_doellProf. Dr. Michaela Döll
Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) an der Universität Regensburg,
Fachbereich Pharmazie. Seit vielen Jahren Expertin im Themenbereich „Ernährungsmedizin" Bundesweite und auslandsweite Vortragstätigkeit. Weiterbildung von Ärzten und Apothekern (Fachreferentin) im Bereich „Vitalstoffmedizin".
Umfangreiche Publikationstätigkeit mit weit mehr als 130 Fachpublikationen. Autorin mehrerer Bücher. Expertentätigkeit in TV-Sendungen und Hörfunk.
Professorin an der TU Braunschweig (Fachbereich Lebensmittelchemie).
www.juventahealthcare.com

 

Fotos: Informationsschrift von Juventahealthcare